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Pferde-Arthrose mit Gen behandelt: Für Mensch bedeutend

Amerikanische Wissenschaftler haben mit einer Gentherapie bei Pferden deutliche Erfolge gegen Gelenkverschleiß (Arthrose) erzielt.

Die in der Fachzeitschrift "Gene Therapy" (Bd. 9, S. 12, 2002) publizierten Ergebnisse seien bedeutend für die Grundlagenforschung, betonte am Dienstag der Düsseldorfer Orthopäde Peter Wehling. Die Krankheitsmechanismen der Arthrose bei den Versuchstieren und dem Menschen sind nach seinen Worten "nahezu identisch". Auch die Deutsche Arthrose-Hilfe sprach von einem interessanten Ansatz.

Für die Studie hatte ein Team um David D. Frisbie von der Universität von Colorado in Fort Collins 16 Pferde ausgewählt, bei denen künstlich Arthrose ausgelöst wurde. Die Forscher spritzten der Hälfte der Pferde das Gen für eine Arthrose hemmende Substanz, den so genannten Interleukin-I-Rezeptor-Antagonisten, direkt in das erkrankte Gelenk. Damit blockierten sie die Wirkung von Interleukin I, das eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Arthrose spielt.

Weniger Schmerzen und gesünderer Knorpel

Die Behandlung zeigte deutliche Erfolge: Die Zellen in den Pferdegelenken produzierten rund 28 Tage lang eine erhöhte Menge des Antagonisten. Die Gelenkschmerzen wurden nach einigen Wochen vermindert und die Knorpel waren in deutlich besserem Zustand als die der Vergleichsgruppe.

Peter Wehling erläuterte, eigene Studien mit Menschen hätten bereits "Machbarkeit und Sicherheit" der neuen Gentherapie bewiesen, seien aber noch nicht so weit fortgeschritten wie beim Pferd. "Wir wissen, dass diese Methode grundsätzlich auch beim Menschen funktioniert, wissen aber noch nichts über die langfristige Wirksamkeit."

Der Präsident der Deutschen Arthrose-Hilfe, Helmut Huberti, bezeichnete die Arbeit als weiteren interessanten Ansatz gegen die Arthrose. "Es sind jedoch noch viele weitere Forschungen notwendig, bis die Gentherapie gegen Arthrose beim Patienten anwendbar ist", sagte er.

Erfolgreiche Therapien

Huberti verwies auf derzeit eingesetze Therapien gegen den Gelenkverschleiß. "Es gibt verschiedene Medikamente, die die Arthrose-Entzündung hemmen und damit ein Fortschreiten der Knorpelzerstörung vermindern." Einfache Mittel seien auch Kühlen, Hochlagern und Entlasten der Gelenke.

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