Hohe Potenz dank bewusstem Lebensstil
Potenzstörungen sind nach Ansicht von Experten durch eine bewusste Lebensumstellung und viel Bewegung weitgehend vermeidbar.
"Jeder Muskel muss trainiert werden und je häufiger, desto besser", so Professor Manfred Wirth, Direktor der Urologischen Klinik am Dresdner Universitätsklinikum. Die Prophylaxe sei besser als beispielsweise eine Hormonbehandlung. Die Therapiekosten einer Potenzstörung würden außerdem von den Krankenkassen nicht übernommen.
Das Risiko einer Potenzstörung oder gar Impotenz sei nicht zu
unterschätzen. Bereits 2 Prozent der 40-Jährigen leiden
unter Potenzstörungen. Bei über 70-Jährigen liegt
der Anteil schon bei 60 Prozent. Besonders gefährdet sind
ältere Raucher mit Bluthochdruck, Übergewicht oder
Diabetes: "Fast alle Mittel, die beispielsweise den Blutdruck
senken, verursachen Potenzstörungen", erläutert
Wirth.
Der Urologe rät deshalb zu einer bewussten Vorbeugung: "Die einzige Methode, um Mikrogefäßveränderungen - und damit Potenzstörungen - zu vermeiden, ist die Änderung der Lebensweise. Besonders die Blutfette sollten gesenkt werden." Wirth begrüßte die Entwicklung, dass sich immer mehr Männer frühzeitig nach den Ursachen der Erkrankung erkundigen. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt oder der Urologe.