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Natürlich magenschonend therapieren

Eine Therapie, die die Ursache der Arthrose beseitigt, gibt es nicht. Auch die Wirksamkeit der häufig verordneten so genannten Chondroprotektiva, die die Zerstörung des Gelenkknorpels aufhalten und ihn wieder aufbauen sollen, ist noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Dennoch läßt sich mit der richtigen (Bewegungs-)Therapie, in Verbindung mit Arthrose-Medikamenten, eine deutliche Verbesserung erreichen.

Arthrosetherapie

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Arthrose: Aufklärung und Therapie

An erster Stelle steht die Aufklärung der Betroffenen über die Krankheit. Entscheidend ist außerdem die Einsicht, selbst etwas gegen Arthrose tun zu müssen, zum Beispiel Abnehmen, denn Übergewicht bedeutet einen erhöhten Druck auf die Gelenke. Auch das Vermeiden sportlicher Überbelastungen ist wichtig.

Physikalische Therapie, Gelenkspülungen und Prothesen

Eine Reduzierung der Schmerzen kann durch Krankengymnastik, Ausgleich muskulärer Dysbalancen und tägliche Bewegung der geschädigten Gelenke (ohne Belastung) erreicht werden. Hilfreich ist es, die betroffenen Gelenke gleichzeitig durch Bandagen oder Schienenverbände zu stützen.

Ist die Arthrose weit fortgeschritten, können Gelenkspülungen und das Einspritzen von Glukokortikoiden und Hyaluronsäure in das Gelenk die Qualen lindern. Glukokortikoide wirken entzündungshemmend. Hyaluronsäure erzeugt eine künstliche Schmierung des Gelenks.

Ein Gelenkersatz, am häufigsten an der Hüfte, beseitigt zwar eine Arthrose vollständig. Aber: Künstliche Gelenke haben nur eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 Jahren. Deshalb sollte das natürliche Gelenk so lange wie möglich erhalten werden.

Medikamente: Chemie und Natur

Eine medikamentöse Schmerztherapie sollte immer die genannten Maßnahmen begleiten:

Zum Beispiel mit NSAR: NSAR steht dabei für "nicht-steroidale Antirheumatika". Nicht-steroidal bedeutet, dass sie kein Cortison enthalten. NSAR wirken entzündungshemmend und schmerzstillend, weil sie die Prostaglandine - hormonähnliche Substanzen, die unter anderem die Empfindsamkeit der Schmerzrezeptoren steigern - hemmen. Ihr großer Nachteil: Magen- und Darmprobleme bis hin zu Magengeschwüren.

Sanft und deshalb empfehlenswert bei Gelenkschmerzen ist die unterstützende Therapie mit Präparaten mit natürlichen Wirkstoffen wie Brennnessel und Teufelskralle.

Brennnessel:
Ein Jahrhunderte altes Heilmittel bei Gelenkschmerzen.
Teufelskralle:
Aus Ihren Wurzeln wird der Arthrose- Wirkstoff Harpagosid gewonnen.

Knorpeldefekte beheben: Die Autologe Chondrozyten-Transplantation

Die Autologe Chondrozyten-Transplantation (ACT) bietet einen neuen Ansatz in der Therapie von Gelenkknorpeldefekten, gegen die Arzneimittel machtlos sind, denn:

Geschädigter Knorpel kann sich im Gelenk nicht regenerieren. Um den Defekt dennoch zu beheben, verwendet die Medizin körpereigenes Knorpelgewebe. Die aus einer unbelasteten Stelle des Knorpels entnommenen Knorpelzellen werden außerhalb des Körpers vermehrt und danach in den Defekt transplantiert.

Mats Brittberg und Lars Peterson haben die ACT in Schweden 1987 zum ersten Mal angewandt. Weltweit wurden seither über 4000 Patienten erfolgreich mit der ACT behandelt.

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