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Der Feind, der aus der Nässe kommt
Das Immunsystem schützt den Körper ununterbrochen vor Krankheitserregern. An nasskalten Tagen, wenn sich die Menschen oft in geschlossenen Räumen drängeln, hat es besonders viel zu tun: Dann haben Schnupfen und Erkältungskrankheiten wie Nasennebenhöhlen-Entzündungen Hochsaison. Doch meist bleibt es beim Schnupfen.
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Schnupfen
Das ist sie, die Fratze des Schnupfens: Die Nase läuft, der Hals kratzt und die Stimme ist belegt. Auch Geruchs- und Geschmackssinn sind beeinträchtigt. Im weiteren Verlauf wird der wässrige und klare Ausfluss der Nasenschleimhaut dickflüssig, ihre Farbe zunehmend gelblich: Die Nase verstopft, und Sie müssen kräftig niesen.
Auslöser für einen Schnupfen sind Viren, die die Nasenschleimhaut befallen. Sie befinden sich in feinen Tröpfchen in der Atemluft und werden beim Husten oder Niesen aus Nase und Mund ausgestoßen. Aus diesem Grund spricht man auch von einer Tröpfcheninfektion.
Ein Schnupfen ist in der Regel harmlos. Häufig verschwindet er nach wenigen Tagen von selbst. Bekommen Sie allerdings Fieber, Ohren-, Kopf- oder Halsschmerzen, hat sich die Erkältung auf die Nasennebenhöhlen ausgebreitet. Jetzt sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Kinderkrankheit
Da Kinder erst im Laufe der Jahre ihre Immunabwehr gegen Viren entwickeln, haben sie häufiger Schnupfen als Erwachsene. Bei Säuglingen kommt es dann häufig zu Problemen beim Trinken.
Keine Erkältung: Die Grippe
Eine Erkältung wird oft als "Grippe" bezeichnet. Das ist falsch. Denn im Gegensatz zu einer Erkältung, die meist harmlos verläuft, ist die echte Grippe, oder Influenza, eine schwere Infektionskrankheit, durch die jedes Jahr während der Grippesaison von Dezember bis Ende Februar vor allem ältere Menschen sterben.
Auslöser der Grippe sind drei unterschiedliche Arten von Viren: die so genannten Influenzaviren Typ A, B und C. Diese Viren sind weltweit die häufigste Ursache für Epidemien.
Vorbeugen und therapieren
Zur Vorbeugung empfiehlt sich eine allgemeine Stärkung des Immunsystems, zum Beispiel mit vitaminreichem Obst und Gemüse.
Ist die Erkältung da, hilft viel trinken: Dadurch bleibt der Ausfluss der Nasenschleimhaut dünnflüssig und Ihre Nase offen. Sorgen Sie auch für eine feuchte Atemluft, indem sie zum Beispiel feuchte Tücher über die Heizung hängen. Ist die Nase schon verstopft, hilft das Inhalieren von heißem Dampf.
Richtiges Naseputzen ist wichtig. Am besten ist einseitiges Schnauben: Ein Nasenloch zuhalten und durch das andere kräftig schnauben. Dadurch verhindern Sie, dass der Nasenschleim nach oben gedrückt wird und die Nasennebenhöhlen entzündet.
Vorsicht bei Nasentropfen
Auch Nasensprays können die Symptome lindern: Sie sollten allerdings nicht länger als drei Tage angewendet werden. Sonst kann es passieren, dass die Nasenschleimhaut nach dem Absetzen um so stärker anschwillt und sich ein "Medikamentenschnupfen" entwickelt.
