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Hämorrhoiden
Unangenehm aber heilbar
Unter Hämorrhoiden leiden circa 50 Prozent aller Menschen in Deutschland. Die "Krampfadern" des Enddarms sind leider auch heute noch ein großes Tabuthema. Aus Scham gehen viele Betroffene nicht zum Arzt oder in die Apotheke - dabei können bereits Salben oder Zäpfchen Linderung bringen.
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Hier das Wichtigste zum Thema: |
Was sind Hämorrhoiden?
Hämorrhoiden werden auch als "Krampfadern" des Enddarms bezeichnet. Sie entstehen, wenn die Blutgefäße im Enddarm stark anschwellen und dann Beschwerden auslösen. Die Hauptursachen für Hämorrhoiden sind chronische Verstopfungen, Übergewicht und eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche.
Woran erkennt man Hämorrhoiden?
Man unterscheidet vier Krankheitsstadien:
Im 1. Stadium entstehen im After kleine Hämorrhoidenknoten,
die aber äußerlich noch nicht sichtbar sind (im Bild
blau markiert). Im 2. Stadium vergrößern sich die
Knoten. Sie ragen beim Stuhlgang aus dem After, rutschen aber von
alleine wieder zurück.
Typische Symtome:
- Häufig Juckreiz und Brennen
- Nässen im Analbereich
- Hellrote Blutungen
- Fremdkörpergefühl
- Oft Schmerzen beim Stuhlgang
Im 3. Stadium ziehen sich die Hämorrhoidenknoten nicht mehr von selbst in den Enddarm zurück. Sie lassen sich aber noch per Hand zurückschieben. Im 4. Stadium ist die gesamte Stuhlentleerungsfunktion gestört. Die Folge davon ist Inkontinenz.
Typische Symptome:
- Dauerhaftes Schmerzempfinden
- Juckreiz und gelegentlich Blutungen
- Schleimige Absonderungen
- Risse am After
Therapien
- Salben und Zäpfchen können bei Hämorrhoidenbeschwerden helfen und dafür sorgen, dass sich die Durchblutung der Hämorrhoiden normalisiert.
- Im ersten Krankheitsstadium können die Hämorrhoidenknoten auch durch eine Verödung vom Arzt entfernt werden. Bei dieser Methode wird ein Verödungsmittel gespritzt. Der Knoten bildet sich dadurch zurück.
- Im zweiten Stadium wird oft eine "Gummibandligatur" durchgeführt. Hierbei wird der Hämorrhoidenknoten von einem Gummiband abgeschnürt.
- Im dritten und vierten Stadium sind operative Maßnahmen unumgänglich. Ihr Arzt nennt Ihnen gerne geeignete Operationsmethoden.
Unterstützende Maßnahmen bei Hämorrhoiden sind eine Normalisierung des Stuhl (siehe unter Vorbeugung) sowie eine gründliche Analhygiene und Kamillensitzbäder.
Vorbeugung
- Ballaststoffreiche Ernährung
Dauerhaft zu wenig Ballaststoffe bewirken Verstopfungen. Die Folge: Beim Stuhlgang muss man zu stark pressen, was die Bildung von Hämorrhoiden fördert. - Viel Trinken (mindestens 2 bis 3 Liter Wasser oder
Kräutertee täglich)
Bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr verhärtet sich ebenfalls der Stuhl und es kommt zur Verstopfung. - Viel Bewegung
Bewegung kurbelt die Darmaktivität an und verhindert somit einen zu festen Stuhl. - Verzicht auf Abführmittel
Die regelmäßige Einnahme von Abführmitteln macht den Darm träge. Hämorrhoiden können sich bilden. - Abnehmen
Durch Übergewicht erhöht sich der Druck auf die Blutgefäße. Die Folge: Schlechte Durchblutung. Die Bildung von Hämorrhoiden wird dadurch gefördert. - Atmungsaktive Unterwäsche
Synthetikfasern lassen keine Luft an die Haut. Analekzeme - eine Begleiterscheinung von Hämorrhoiden - können entstehen.