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Brennnessel

Brennnessel (Brennessel)

Pflanze:
Urtica dioica (Große Brennnessel) und
Urtica urens (Kleine Brennnessel)

Familie:
Brennnesselgewächse (Urticaceae)

Botanische Beschreibung

Die Kleine Brennnessel wird 15 cm bis 45 cm hoch und ist einhäusig, d.h. jede Pflanze hat sowohl weibliche als auch männliche Blüten.

Als Heilpflanze v.a. bei Arthrose verwendet wird meist die Große Brennnessel, obwohl beide Arten sich kaum in ihren Inhaltsstoffen unterscheiden. Die Große Brennnessel wird 60 cm bis 250 cm hoch und ist zweihäusig, das heiß eine Pflanze besitzt nur männliche oder weibliche Blüten. Die Pflanze hat einen stielrunden, kriechenden Wurzelstock. Die Blätter sind eiförmig-gespitzt und besitzen einen gesägten Rand.

Brennt
Das typische Brennen auf der Haut und die Quaddelbildung lösen die an Stengel und Blättern sitzenden Brennhaare aus: Sie brechen bei Berührung ab und setzen hautreizendes Histamin und Ameisensäure frei.

Der Geruch der Brennnessel ist nur schwach wahrnehmbar, ihr Geschmack uncharakteristisch.

Herkunft

Die Brennnessel kommt weltweit in den gemäßigten Breiten vor. Sie bevorzugt nährstoffreiche Böden wie Schutthalden, wächst an Häusern, Zäunen und Wegrändern sowie an feuchten Stellen in Wäldern.

Die Ernte stammt überwiegend aus Wildvorkommen in mittel- und osteuropäischen Ländern, besonders Bulgarien, Ungarn und Russland.

Anwendung

Die Brennnessel zählt zu den intensiv untersuchten Arzneipflanzen: In klinischen Studien konnten sowohl eine diuretische (harntreibende) als auch eine entzündungshemmende und antirheumatische Wirkung nachgewiesen werden.

Charakteristisch ist der bis zu 20 Prozent hohe Gehalt an Mineralsalzen, vor allem Kalium und Nitrat, sowie Kieselsäure.

Brennnesselblätter:
Innerlich und äußerlich zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Erkrankungen, zum Beispiel Arthrose.

Innerlich zur Entwässerung und Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, auch zur Behandlung und Vorbeugung von Nierengrieß. Wichtig bei der Therapie: eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Brennnesselwurzel:
Der Wirkstoff beta-Sitosterin lindert Beschwerden einer benignen Prostatahyperplasie (BPH), z.B. beim Wasserlassen. Die Größe der Prostata bleibt jedoch unbeeinflusst.

BPH bezeichnet eine altersbedingte, gutartige Vergrößerung der Prostata. Jeder zweite Mann über 55 Jahren ist davon betroffen.

Zubereitungen

Zubereitungsarten Brennnessel-Tee aus Blättern: 2 Teelöffel (8-12 g) fein geschnittenes Kraut mit 150 ml kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Brennnessel-Tee aus der Wurzel: 1 Teelöffel (4-6 g) zerkleinerte Brennnesselwurzel wie die Blätter zubereiten

Tagesdosis: Zur Entwässerung mehrmals täglich 1 Tasse trinken. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten (mindestens 2 l/Tag, dabei auf Koffein und Alkohol verzichten).

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