Sie sind hier: Gesundheit >> Heilpflanzen >> Teufelskralle

Teufelskralle

Teufelskralle

Pflanze:
Harpagophytum procumbens DC.

Familie:
Sesamgewächse (Pedaliaceae)

Herkunft

Namibia Namibia, zwischen Angola, Botswana und Südafrika gelegen, ist zwar doppelt so groß wie Deutschland, aber im Durchschnitt leben hier nur zwei Einwohner pro Quadratkilometer. Ein Dutzend Sprach- und Völkergruppen sind in Namibia vereint: darunter 50% Ovambo, 9% Kavango und je 7% Herero und Damara.

An die "Skelettküste" schließt sich in einem 150 Kilometer breiten Streifen die Namib-Wüste an, geprägt von Dünen, Köcherbäumen und den Weltwitschia-Pflanzen, die mit ihren lederartigen Blättern fast ohne Wasser auskommen. Die Ostgrenze des Landes verläuft durch weite Halb- und Salzwüsten. Das fruchtbare Land dazwischen besteht vor allem aus Savanne mit bis zu 2000 Meter hohen Felsbergen.

Dagegen herrscht im Norden Namibias, dem Caprivi-Streifen, das tropische Afrika mit seiner vielfältigen Tierwelt vor.

Ernte

Blüte der Teufelskralle Neben der wilden Ernte wird auch versucht, diese Heilpflanze zu kultivieren. Allerdings ist der Anbau der Teufelskralle noch nicht ausreichend erforscht und unter Wissenschaftlern umstritten.

Probleme des kultivierten Anbaus:

Ernte der Teufelskrallenwurzel Vorteile der wilden Ernte:

Einige Pharma-Unternehmen, darunter auch die Strathmann GmbH & Co.KG, haben sich deshalb entschlossen, ausschließlich Teufelskrallen aus Wildsammlungen zu verarbeiten.

Bei der Ernte: Strenge Richtlinien sind zu beachten
Jährlich werden etwa 600 Tonnen Teufelskralle nach den strengen Richtlinien des CRIAA (Centre for Research Information Action in Africa) geerntet.

Scheibe einer Teufelskrallenwurzel Um die Sekundärwurzeln der Teufelskralle freizulegen, muss bis zu zwei Meter unter der Oberfläche gegraben werden. Aus den Wurzeln wird später der antirheumatische Wirkstoff, das Harpagosid, extrahiert. Dazu wird die Ernte in Scheiben geschnitten und anschließend auf Netzen in der Sonne getrocknet. Da nicht nicht jede Pflanze für die Ernte in Frage kommt und die CRIAA-Standards eingehalten werden müssen, erhalten die Erntearbeiter seit vier Jahren eine intensive, vierwöchige Schulung.

Wirkstoff

Getrocknete Teufelskralle Der aus den Speicherwurzeln der Teufelskralle gewonnene Wirkstoff Harpagosid hemmt knorpelabbauende Enzyme: Entzündungen und Schmerzen klingen ab. Die Teufelskralle unterstützt so die Therapie degenerativer Gelenkerkrankungen.

Gut für den Magen: Aufgrund ihres bitteren Geschmacks wird die Teufelskralle aber auch bei Verdauungsbeschwerden zur Förderung der Magensäureproduktion verwendet.

Anwendung

Harpagosid heißt der Wirkstoff aus der Teufelskrallen-Wurzel zur Unterstützung der Arthrose-Therapie. "Um eine antirheumatische Wirkung zu erzielen, ist eine Tagesdosis von 4,5 Gramm Teufelskrallen-Droge erforderlich", so Prof. Dr. Heinz Schilcher, Spezialist für Phytotherapie.

Diese Dosis ist nur in apothekenpflichtigen Teufelskrallen-Tabletten enthalten.

Der pflanzliche Teufelskrallen-Extrakt hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann darüber hinaus die schädlichen Kollagenasen hemmen, die den Knorpel im Gelenk zerstören. Ein Teufelskrallen-Präparat ist also die richtige Empfehlung bei Gelenkverschleiß und Rückenschmerzen: es ist pflanzlich, gut verträglich und magenschonend.

Zubereitung

Zubereitung Einen Teelöffel (ca. 4,5 g) getrocknete, zerkleinerte Teufelskrallenwurzel mit ca. 300 ml kochendem Wasser übergießen und 8 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Abseihen und den Tee in drei Portionen geteilt über den Tag verteilt trinken.

Zur Behandlung von Verdauungsstörungen reicht eine Tagesdosis von 1,5 g. Den Auszug eine halbe Stunde vor dem Essen trinken.

Strathmann AG Gesundheit   |   Präparate   |   Service   |   Unternehmen   |   Fachbereich