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Harnwegs-Infekte
Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen.
Einer der häufigsten Gründe für den Besuch beim Arzt: ein lästiger Harnwegs-Infekt. Über 8.0 Millionen Menschen in Deutschland kennen das - Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder Harnverhalt.
- Was macht Frauen anfälliger als Männer?
- Harnwegsinfekt frühzeitig behandeln
- Antibiotika - manchmal nicht alles
- Was kann ich selbst tun?
- Weitere Informationen und Tipps
Immer wieder Harnwegs-Infekte? Machen Sie den >> Selbst-Test.
Was macht Frauen anfälliger als Männer?
Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer, sogar jede
zweite erkrankt im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an
einer Harnwegs-Infektion. 20 bis 30 Prozent von ihnen bekommen
immer wiederkehrende (rezidivierende) Harnwegs-Infekte. Manchmal lassen
die Symptome nach, und die
Patienten warten deutlich länger, bevor sie zum Arzt gehen.
Ein fataler Fehler, denn dadurch steigt das Risiko für
Komplikationen wie Nierenbeckenentzündungen durch Aufsteigen
des Infekts oder der Entwicklung einer Reizblase.
Dass gerade Frauen so häufig von Harnwegs-Infektionen betroffen sind, hat anatomische Ursachen: Sie haben eine viel kürzere Harnröhre als Männer. Und diese liegt zudem in unmittelbarer Nähe der Analregion.
Die hier natürlicherweise vorkommenden Bakterien, unter anderem Kolibakterien, können durch aufsteigende Besiedlung einen Harnwegs-Infekt verursachen. Normalerweise haben sie keine Chance, denn der Blasenschließmuskel bildet eine natürliche Barriere. Und Urinfluss sowie die antimikrobielle Aktivität des Urins verhindern eine Besiedlung durch Bakterien effektiv.
Manchmal sind es aber noch ganz andere Faktoren, die das Bakterien-Wachstum begünstigen. Zum Beispiel Schwangerschaft und die Zeit kurz nach der Geburt. Bei Männern ist oft die Vergrößerung der Prostata mit Einengung der Harnwege mitverantwortlich für Harnwegs-Infekte.
Harnwegsinfekt frühzeitig behandeln
In den meisten Fällen werden Harnwegs-Infektionen durch
Bakterien verursacht. Um zu vermeiden, dass diese Infekte immer
wieder auftreten und chronisch werden, sollten Sie rechtzeitig
handeln. Bei akuten Beschwerden setzt Ihr Arzt deshalb
mit überwiegend gutem Erfolg Antibiotika ein, die die
Krankheitserreger gezielt beseitigen. Neben den Antibiotika kommen
pflanzliche Präparate (Phytopharmaka) zum Einsatz.
Auch die vorbeugende Behandlung gegen bakterielle Harnwegs-Infekte ist heutzutage möglich. Sie beruht auf einer Immunisierung gegen sehr häufige Erreger dieser Infekte. Ebenso wird das möglicherweise geschwächte Immunsystem stimmuliert.
Antibiotika - manchmal nicht alles
Bakterielle Harnwegs-Infekte werden mit Antibiotika behandelt.
Die beseitigen in der Regel schnell und nachhaltig die Auslöser der
entzündlichen Reaktion - die Bakterien.
Doch diese Behandlung hat ihre Grenzen. Kehrt ein solcher Infekt immer wieder, ist der Therapie-Erfolg häufig nicht zufrieden stellend. Die durch das Antibiotikum ausgelöste Veränderung der körpereigenen Bakterienflora kann zudem unangenehme Nebenwirkungen wie Scheiden-Infektionen begünstigen. Und insbesondere bei komplizierten Harnwegs-Infektionen, denen also begünstigende Faktoren (siehe Selbst-Test) zugrunde liegen, kommt es häufiger zur so genannten Resistenzbildung der Bakterien. Das heißt, dass ein Antibiotikum nicht mehr gegen diese bestimmte Bakterienart wirkt.
Bei fehlendem Ansprechen oder sehr häufigem Wiederauftreten (Rezidiv), wird Ihr Arzt eine weitere Abklärung der Ursachen vornehmen.
Was kann ich selbst tun?
- Flüssigkeit
Trinken Sie viel, damit mögliche Keime ausgeschieden werden können - mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag. - Häufiges Wasserlassen
Gehen Sie nicht erst zur Toilette, wenn "es drückt". Denn dadurch bleiben eventuelle Bakterien unnötig lange in den Harnwegen. - Schutz vor Unterkühlung
Halten Sie Füße und Unterleib warm. Tragen Sie täglich frische, luftige Baumwollunterwäsche, die Sie bei 60 bis 90° C waschen können. Ziehen Sie direkt nach dem Schwimmen trockene Kleidung an. - Hygiene
Achten Sie auf sorgfältige Hygiene, aber bitte nicht übertreiben. Zur Reinigung am besten viel warmes Wasser und wenn nötig Seife oder Waschlotion, die den Säureschutzmantel der Haut nicht angreifen. - Gesund leben
Entspannen Sie mal zwischendurch, denn zuviel Stress schwächt das Immunsystem. Mit ausgewogener Ernährung und vielen Vitaminen bleiben Sie fit.
Weitere Informationen und Tipps
Wenn Sie an weiteren Informationen interessiert sind, schicken Sie einfach einen Brief oder ein Fax an:
Strathmann GmbH & Co.KG
Sellhopsweg 1, 22459 Hamburg
Stichwort "Harnwegs-Infekte"
Fax: +49 (0)40 55905-100
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