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Skelett Teil 2: Der Knorpel
Gemeinsam mit den Knochen bilden die Knorpel das Skelett. Knorpel sind der wichtigste Teil des Gelenks und spielen bei Abnutzungsprozessen, wie Arthrose, eine Schlüsselrolle.
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Schwachpunkt Knorpel
Der Knorpel ist ein schlecht ernährtes Gewebe: Sein Stoffwechsel reicht nicht aus, um zerstörte Teile wiederherzustellen. Eine Arthrose (Gelenkverschleiß) beginnt deshalb am Knorpel.
Gesunde Knorpel sind weiß-bläulich und spiegelglatt. Mit zunehmendem Alter werden sie spröde und rau. Schließlich splittern sie. Die Spirale der Zerstörung dreht sich mit der Zeit immer schneller, da die rauen Flächen aneinanderreiben und sich freie Teilchen wie Sand im Getriebe verhalten.
Ist ein Knorpel einmal abgerieben, wird der Knochen angegriffen. An den Rändern der Gelenke treten Randwülste und Zacken auf. Das Gelenk verformt sich auch nach außen hin sichtbar. Mit geschädigten Gelenken ist Ihre Beweglichkeit stark eingeschränkt und Sie haben starke Schmerzen.
Einmal eingetretene Zerstörung der Knorpel ist nicht wieder rückgängig zu machen. Deshalb kommt der Vorsorge große Bedeutung zu.
Feinstruktur des Gelenkknorpels
Der Gelenkknorpel besteht aus einer Grundsubstanz, in die dreidimensional wie ein Gitter angeordnete Bindegewebsfasern eingelassen sind. Dazwischen liegen die Knorpelzellen, die das Eiweiß für die Bindegewebsfasern und die Baustoffe für die Grundsubstanz produzieren. Die Grundsubstanz selbst besteht aus sehr großen Molekülen, den so genannten Proteoglykanen. Sie können sehr viel Wasser binden und verleihen dem Knorpel so seine einzigartige Elastizität.
So hält der Knorpel der Belastung stand
Bei Belastung drückt das vom Gelenk zu tragende Gewicht mit viel Kraft auf die Knorpel. Die flüssigkeitsreiche Grundsubstanz weicht seitwärts aus - wie auf einem Gelsattel. Dadurch wird die auf das Gelenk einwirkende Kraft gedämpft.
Die gleichzeitig durch den Druck in den Knorpel gepressten Nährstoffe verteilen sich so in der Grundsubstanz, Abbauprodukte des Stoffwechsels werden aus dem Knorpel abtransportiert. Dies verdeutlicht, wie wichtig regelmäßige Bewegung für die Nährstoffversorgung und damit für die Funktion des Gelenks ist.
