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Heimliches Drama: Knochenschwund

Osteoporose bezeichnet die Verminderung des Knochengewebes durch gesteigerten Knochenabbau ("Knochenschwund"). Der Innsbrucker Arzt Gustav Pommer gab der Krankheit 1885 ihren Namen: Er bildete aus dem lateinischen "os" (Knochen) und "porus" (Loch) "Osteoporose". Das Heimtückische an der Volkskrankheit: Osteoporose bleibt äußerlich zunächst unentdeckt.

Osteoroporesgeschädigtes Hüftgelenk

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Entstehung der Osteoporose

Natürlicher Knochenabbau
Der Knochen befindet sich in einem andauernden Erneuerungsprozess: Osteoklasten, körpereigene Fresszellen, bauen Knochensubstanz ab und setzen dabei Calcium frei. Osteoblasten füllen die entstandenen Lücken wieder auf. Bis zum 30. Lebensjahr überwiegt die Aufbauarbeit, danach wird mehr Knochenmasse abgebaut. Dabei verringert sich die Knochendichte um etwa 0,5 bis 1 Prozent pro Jahr.

Beeinflusst wird dieser natürliche Prozess von den Hormonen Östrogen (Frauen) und Testosteron (Männer). 70-Jährige verfügen in der Regel über nur noch etwa zwei Drittel der ursprünglichen Knochenmasse.

Übermäßiger Knochenabbau
Osteoporose bezeichnet den übermäßig starken Knochenabbau. Unterschieden wird zwischen der primären Osteoporose (zum Beispiel die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren, 95 Prozent der Fälle) und der sekundären Osteoporose (zum Beispiel bei Immobilisation, 5 Prozent der Fälle).

Ursachen der Osteoporose

Bewegungsmangel
Bewegung fördert den Einbau von Calcium in den Knochen und damit den Knochenaufbau.

Unausgewogene Ernährung
Knochen benötigen Calcium und Vitamin D. Der Mineralstoff Calcium ist wichtig für den Knochenaufbau. Vitamin D ist für die Aufnahme des Calciums aus dem Darm und den Einbau in den Knochen verantwortlich.

Calciumspiegel im Lebenrhytmus Calcium und Vitamin D:
In den Wechseljahren sinkt der Calcium-Spiegel im Blut

Hormonelle Umstellung
Die Hormone Östrogen und Testosteron regulieren den Abbau der Knochenmasse durch die Osteoklasten. Mit zunehmendem Alter reduziert der Körper die Hormonproduktion. Der Knochenabbau beschleunigt sich. Vor allem mit den Wechseljahren sinkt der Hormonspiegel deutlich. Das Osteoporose-Risiko nimmt stark zu.

Symptome der Osteoporose

Osteoporose vermindert die Belastbarkeit der Knochen und erhöht das Risiko von Knochenbrüchen. Besonders gefährdet ist der Oberschenkelhalsknochen. Mögliche Symptome einer Osteoporose:

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