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Vitamin H: Kraft für Haare und Nägel
Vitamin H (oder Biotin) gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und ist im gesamten Organismus zu finden. Vitamin H ist unentbehrlich für Haare und Nägel.
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Vitamin-H-Lieferanten
Vitamin H wird mit der Nahrung aufgenommen. Außerdem produzieren unsere Darmbakterien das Vitamin. Der Bedarf wird dadurch aber kaum gedeckt. Da Vitamin H wasserlöslich ist, kann der Körper es zudem nur kurzzeitig speichern: ca. 4 bis 10 Tage.
Reich an Vitamin H sind Schweineleber, Eigelb, Bierhefe und pflanzliche Nahrungsmittel wie Sojabohnen, Walnüsse, Blumenkohl und Champignons. In den meisten Nahrungsmitteln ist Vitamin H aber in nur geringen Mengen enthalten. Bei erhöhtem Bedarf solten Sie deshalb zu einem Vitamin-H-Präparat aus der Apotheke greifen. Aber Vorsicht: Viele Vitamin-H-Präparate enthalten nur 2,5 Milligramm des Wirkstoffs. Diese Menge reicht zwar zur Vorbeugung eines Vitamin-Mangels aus, nicht aber zur Therapie von Mangelerscheinungen: Haarspliss und brüchige Fingernägel können erst ab einer täglichen Dosis von 5 bis 10 Milligramm wirksam behandelt werden.
Für Haare, Nägel und Stoffwechsel
Die wichtigsten Aufgaben des Vitamins:
Haare und Nägel
Vitamin H verbessert die Keratinqualität von Haaren und Nägeln.
Keratin, der Grundbaustein von Haaren und Nägeln, wird von den
Keratinozyten (= hornbildende Zellen) in Haarwurzel und Nagelmatrix
gebildet. Durch das Vitamin H werden die Keratinozyten angeregt, vermehrt
Keratin zu bilden. Vitamin H forciert außerdem die Bildung von
Kittsubstanz. Diese Substanz hält Millionen mikroskopisch kleiner
Hornzellen zusammen und sorgt für eine glatte, widerstandsfähige
Haar- und Nageloberfläche.
Stoffwechsel
Kohlenhydrate und Fette können vom Körper ohne Vitamin H nicht
gebildet werden, da das Vitamin maßgeblich an den notwendigen
Stoffwechselreaktionen beteiligt ist.
100 Mikrogramm täglich
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Aufnahme von bis zu 100 Mikrogramm Vitamin H täglich. Diese Menge ist in 100 Gramm Schweineleber enthalten. Eine ausgewogene Versorgung mit Vitamin H ist selbst bei gesunder Ernährung oft nicht gewährleistet: Der Körper bildet zwar Reserven, zum Beispiel in der Leber, nicht verbrauchtes Vitamin H wird aber bald wieder ausgeschieden.
Mangelerscheinungen
- Brüchige Fingernägel
- Dünnes, sprödes Haar, Spliss
- Haarausfall
Ein Vitamin-H-Präparat aus der Apotheke beugt Mangelerscheinungen vor.
Wer braucht besonders viel Biotin?
- Menschen mit unausgewogener Ernährung, bei Diäten
- Bei Stress
- Bei hohem Alkohol- oder Nikotinkonsum
- Bei anhaltendem Durchfall
- Bei Einnahme von Antibiotika
- Schwangere, Stillende
- Ältere Menschen
- Leistungssportler
